Altersvorsorge als Arbeitnehmer – sichere Deinen Lebensstandard

 

Studium oder Ausbildung hast Du beendet und startest gerade in Deinem ersten Job voll durch? Gratulation! Du arbeitest schon und hast eine Gehaltserhöhung bekommen oder einfach nur Deinen Traumjob gefunden? Perfekt! Dann sorge dafür, dass Dein neuer Lebensstandard keine Eintagsfliege wird, sondern Dir auch im Rentenalter erhalten bleibt. Eine private Altersvorsorge gehört hier fest in jede Karriere- und Lebensplanung. Schließlich willst Du auch in der zweiten Lebenshälfte nochmal richtig durchstarten und auf nichts verzichten müssen.
  

Und so kompliziert ist das Sparen fürs Alter gar nicht. Als Arbeitnehmer gibt es viele Möglichkeiten und ein paar Besonderheiten, die Du kennen solltest. Bereit? Dann los!

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Das gesetzliche Rentenniveau reicht mir nicht aus!

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PRO 

„Ich habe keine Lust, im Alter jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Ich sorge zusätzlich privat vor und kann später auch meinen Kindern und Enkeln tolle Wünsche erfüllen.“

CONTRA 

„Ein paar Einschränkungen im Alter sind völlig ok für mich. Das Geld, das ich heute zur Verfügung habe, gebe ich auch heute aus.“
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Welche Altersvorsorge können Arbeitnehmer nutzen?

Als Arbeitnehmer bist Du in einer komfortablen Situation: Du kannst alle drei Säulen der Altersvorsorge nutzen: die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge.
  

Allein von der gesetzlichen Rente wirst Du Deinen Lebensstandard nicht halten können. Sie bildet bestenfalls eine Basis, auf der Du zusätzliche Vorsorge aufbauen solltest. Die Leistungen aus einer privaten Rentenversicherung können Dein Einkommen im Alter ebenso stärken, wie eine staatlich geförderte Riester-Rente, zu der wir Dir unten das Wichtigste zusammengefasst haben. Empfehlenswert ist auch die Vorsorge über Deinen Chef. Seit 2002 hast Du sogar einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass er einen Teil Deines Einkommens in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) umwandelt (Entgeltumwandlung).

Wie viel müssen Arbeitnehmer zusätzlich sparen?

Das hängt natürlich davon ab, wie eng Du den Gürtel im Alter schnallen willst. Wenn Du maximale Freiheit möchtest, dann gilt es, die Lücke zwischen Deinem Einkommen und dem dann geringeren Rentenniveau komplett zu schließen.

Um die Frage zu beantworten, wie viel Du privat vorsorgen solltest, musst du zunächst wissen, wie groß der Unterschied zwischen Deinem aktuellen Einkommen und der späteren gesetzlichen Rente ist. Eine Beispielrechnung für eine/-n heute 30-Jährige/-n zeigt, dass Du mit einem Nettoeinkommen von 1.900 Euro im Rentenalter auf monatlich 861 Euro verzichten müsstest, wenn Du keine private oder betriebliche Altersvorsorge betreibst, denn Du würdest nach aktuellem Stand später nur eine gesetzliche Rente in Höhe von 1.039€ erhalten¹. Den fehlenden Betrag solltest Du daher über eine Altersvorsorge ausgleichen, wenn Du im Alter auf nichts verzichten möchtest.

Welche Vorteile hat eine private Rentenversicherung?

Vom Grundgedanken her ist die private Rentenversicherung das einzige Vorsorgeprodukt, das das sogenannte „Langlebigkeitsrisiko“ absichert. Sprich, mit Rentenbeginn erhältst Du eine monatliche Rentenzahlung: Egal wie alt Du wirst, ein Leben lang. Zum Gefühl der Sicherheit trägt es auch bei, wenn Du bereits bei Vertragsabschluss schon einmal mit Deiner späteren Mindestrente kalkulieren kannst. Das schafft Planungssicherheit.

Innovative Produkte berücksichtigen, dass die Sparphase meist viele Jahre andauert, in denen sich Deine Bedürfnisse und Lebensumstände mehr als einmal ändern können. Achte also auf maximale Freiheit bei der Beitragszahlung. Die Beiträge solltest Du auch aussetzen oder jederzeit in der Höhe anpassen können. Zwischenzeitliche Teilauszahlungen für Deine „Wünsche für zwischendurch“ sollte Deine private Rentenversicherung ebenfalls bieten.

Eventuell bietet Dir ein Produkt nur einen Teil dieser Vorteile und Du musst Dich zum Beispiel zwischen Planungssicherheit und Freiheiten bei der Beitragszahlung entscheiden. Für diese Fälle kann Dir unsere Beschreibung der vier Finanz-Typen bei der Wahl des Produktes helfen, das am besten zu Deinen Prioritäten passt. 

Haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge?

Ja! Die betriebliche Altersvorsorge ist vom Staat gewünscht. Deshalb hat er im Jahr 2002 festgelegt, dass jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung hat. Das gilt auch für geringfügig Beschäftigte, wenn sie Beiträge in die deutsche Rentenversicherung einzahlen.

Bitte beachte auch: Wenn sich Dein Arbeitsvertrag auf einen Tarifvertrag bezieht, dann könnten durch diesen Tarifvertrag besondere Vereinbarungen gelten.

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?

Bei der Entgeltumwandlung wird ein Teil des Bruttogehaltes direkt in einen Vertrag zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) eingezahlt. Dadurch zahlst Du weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf Dein Einkommen. In der Folge profitierst Du von einem echten Vorsorge-Booster. Denn während Du bspw. 100 Euro für Deinen Vertrag sparst, reduziert sich Dein Nettoeinkommen um lediglich 50 Euro (siehe Beispiel in der Tabelle).
    

 

Privates Sparen
Sparbeitrag aus dem Nettoeinkommen

Betriebsrente
Sparbeitrag aus dem Bruttoeinkommen

Bruttogehalt

3.000 Euro

3.000 Euro

Entgeltumwandlung = Beitrag zur Ihrer Betriebsrente

-

-100 Euro (2)

Steuer- und sozialabgabenpflichtiges Gehalt

3.000 Euro

2.900 Euro

Steuern und Sozialversicherung (3)

-1.099 Euro

-1.049 Euro

Ausgezahltes Gehalt

1.901 Euro

1.851 Euro

Beitrag für das private Sparen

-100 Euro

-

Zur freien Verfügung …

1.801 Euro

1.851 Euro

 

Die Leistungen werden dann im Alter besteuert, in der Regel aber zu einem günstigeren Steuersatz als im Erwerbsleben. Wenn Du als Rentner gesetzlich krankenversichert bist, zahlst Du außerdem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Lohnt sich die Riester-Rente für Arbeitnehmer?

Für wen sich eine Riester-Rente lohnt, wird oft diskutiert. Fakt ist, dass Du grundsätzlich als Arbeitnehmer förderberechtigt bist und Dir damit den „Riester-Baustein“ in Deiner Altersvorsorge sichern kannst. So kontrovers die Riester-Rente auch diskutiert wird, bei diesem staatlich unterstützen Produkt zur Altersvorsorge kannst Du als Sparer eine hohe Förderung in Form von Steuervorteilen und Zulagen erhalten. Das heißt, Du bekommst für Deine privaten Anstrengungen zur Altersvorsorge noch einmal Geld vom Staat geschenkt. Das ist per se erstmal eine tolle Nachricht für Dich.

Als Voraussetzung für den vollen Zulagenanspruch musst Du vier Prozent Deines rentenversicherungspflichtigen Vorjahres-Bruttoeinkommens einzahlen (maximal 2.100 Euro pro Jahr), abzüglich Deiner Grundzulage und eventueller Kinderzulagen. Dein Eigenbeitrag fällt also geringer aus (siehe Beispiel). Letztlich entscheidet, wie bei jedem Altersvorsorgeprodukt, Deine individuelle Einkommens- und Lebenssituation darüber, ob sich Riester lohnt oder nicht. Eine professionelle Beratung ist deswegen prinzipiell empfehlenswert.
   

Alleinstehende/r, 1 Kind (2008 oder später geboren)

Vorjahreseinkommen

50.000 €

Notwendige Sparleistung (4%)

2.000 €

Abzüglich Grundzulage

-175 €

Abzüglich Kinderzulage

-300 €

Eigenbetrag

1.525 €

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FAQ

Riester-Rente: Wie hoch sind die Zulagen?

 Jährliche Zulage

Bedingung/ Voraussetzung

175 Euro

Du zahlst 4 Prozent Deines rentenversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens in Deinen Riester-Vertrag, (maximal 2.100 Euro pro Jahr), abzüglich der Zulagen

200 Euro (einmalig)

Du schließt die Riester-Rente bis zum Alter von 25 Jahren ab

185 Euro

Pro Kind, das vor 2008 geboren wurde

300 Euro

Pro Kind, das 2008 oder später geboren wurde

Wie lange bekomme ich die Riester-Kinderzulage?

Die Kinderzulage der Riester-Rente gibt es solange, wie Du auch Kindergeld für Deinen Nachwuchs bekommst. Studieren Deine Kinder oder machen eine Ausbildung, erhältst Du die Kinderzulagen auf Deinen Riester-Vertrag bis zu ihrem 25. Lebensjahr. 
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¹  Beispielrechnung zur Versorgungslücke - Berechnungsgrundlagen der Musterrechnung

Eckdaten:  Steuer und Sozialversicherung: Steuerklasse I; Kirchensteuer 8%; Gesetzliche Kranken­versicherung inklusive Zusatzbeitrag von 1,0%; Gesetzliche Pflegeversicherung inklusive Zuschlag für Kinderlose von 0,25%; 
Die Berechnungen basieren auf den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2018. 
Hinweis: Basis ist eine geschätzte gesetzliche Altersrente in Höhe von monatlich 1.243 Euro brutto im Alter von 67 Jahren vor Steuern und Abgaben. Werte ohne Berücksichtigung von Inflation, Gehalts- und Rentenanpassungen. Prognostizierte Abgaben zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und Steuern sind berücksichtigt.

(2) (3)  Beispielrechnung zur betrieblichen Altersvorsorge - Berechnungsgrundlagen der Musterrechnung und Hinweise

Alle Angaben pro Monat.

(2) Die Entgeltumwandlung kann zu geringeren Leistungen aus den gesetzlichen Sozialsystemen und zu einer Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung führen.

(3) Steuer und Sozialversicherung: Steuerklasse I; 8% Kirchensteuer; gesetzliche Krankenversicherung inklusive 1,0% Zusatzbeitrag; gesetzliche Pflegepflichtversicherung inklusive Zuschlag für Kinderlose von 0,25%;

Die Berechnungen basieren auf den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2018. Steuerabgaben sowie gegebenenfalls Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden erst im Rentenalter fällig.

 

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