Altersvorsorge – Kleine Beiträge, große Wirkung

 

 

 

 

Fast jeder kennt sie oder hat sie sogar selbst schon einmal benutzt – die Ausrede Nummer eins, die einen am Sparen hindert: „Ich habe kein Geld für private Altersvorsorge!“ Ganz ehrlich, hast Du diesen Satz auch schon gesagt? Dabei kannst Du als junger Mensch mit sehr geringen Beiträgen ein stattliches Vermögen im Alter aufbauen. Du hast nämlich den Faktor Zeit, sprich eine lange Sparphase, auf Deiner Seite.

Beginnst Du dagegen erst kurz vor Rentenbeginn mit dem Sparen, musst Du entweder sehr hohe Beiträge zur Vorsorge aufbringen oder in chancenreichere aber auch risikoreichere Anlageklassen investieren, damit Du in kurzer Zeit (vielleicht) ausreichend Vermögen ansparen kannst. Ob dieser Plan aufgeht, hängt allerdings stark davon ab, ob du Dir die höheren Beiträge dann auch dauerhaft leisten kannst, oder ob sich die von Dir gewählten Anlagen wirklich im gewünschten Sinne entwickeln. Möchtest Du Dich für Deine Altersvorsorge wirklich darauf verlassen?

Hier erfährst Du wie stattdessen mit dem Zinszinseffekt aus wenig viel werden kann, warum flexible Beitragszahlungen einer der wichtigsten Faktoren eines Vorsorgeproduktes sind und welche Beiträge sogar Deine Steuerlast mindern.
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Ich würde gern privat vorsorgen, habe aber nicht genügend Geld dafür.

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PRO 

„Mir bleibt noch viel Zeit bis zur Rente, ich kann also auch mit kleinen Beiträgen ein Vermögen aufbauen. Und wenn’s mal eng wird, ist meine Rentenversicherung mit Beitragsanpassungen flexibel genug.“

CONTRA 

„Ich kann heute nicht mal abschätzen, was nächstes Jahr sein wird. Da lege ich mich doch nicht über Jahrzehnte mit Altersvorsorge-Beiträgen fest. Und richtig lohnen tut es sich sowieso nur, wenn man hohe Beträge spart.“
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Was bedeutet Beitragsfreistellung bei einer privaten Rentenversicherung?

Ein neues Auto, der Umzug in die größere Wohnung... Die Gründe für Deinen kurzfristigen finanziellen Bedarf sind vielseitig und höchstwahrscheinlich kommen auch alle im Laufe Deines Lebens mindestens einmal vor. Viele Menschen begehen dann einen großen Fehler, indem sie ihre Altersvorsorgeverträge kündigen, weil sie momentan die Beiträge nicht aufbringen können oder/und das mühsam angesparte Kapital benötigen. Das solltest Du nicht tun. Mit einer flexiblen Vorsorgelösung ist das  auch gar nicht nötig!

Achte stattdessen bereits beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung auf Freiheiten hinsichtlich Deiner Beitragszahlung. Eine Beitragsfreistellung erlaubt Dir zum Beispiel ein zwischenzeitliches Aussetzen, Teilauszahlungen geben Dir eine Finanzspritze, wenn Du sie brauchst. Und wenn Dich mal ein unvorhergesehener Geldsegen erwischt, dann kannst Du oftmals auch Zuzahlungen vornehmen, also zusätzlich Beträge einzahlen.      

Wie funktioniert der Zinseszinseffekt?

Der Vermögensaufbau folgt einer einfachen Formel: Vermögen = Zeit x Geld. Übersetzt heißt das, je weniger Zeit Dir zum Sparen bleibt, desto höher müssen Deine Beiträge sein, um auf das gleiche Vermögen zu kommen, wie bei einer längeren Sparphase. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch – und jetzt kommt der große Vorteil für Dich – dass Du mit relativ kleinen Beiträgen ein beachtliches Vermögen aufbauen kannst, wenn Du in jungen Jahren mir dem Sparen beginnst. Doch nicht nur die Zeit ist auf Deiner Seite, sondern auch der sogenannte Zinseszinseffekt. Die jährlichen Zinsen erhöhen Dein Vermögen, so dass die Zinszahlung im Folgejahr automatisch höher ausfällt. Dieser Effekt verstärkt sich über die Laufzeit immer mehr.

Um besser einschätzen zu können, wie stark sich die Kombination von Zinseszinseffekt und langer Spardauer auf Deine Altersvorsorge auswirken kann, sieh Dir die folgenden Beispielrechnungen an. Nur weil sich Lilli früher entschieden hat monatlich 50 Euro in ihre private Altersvorsorge zu sparen, steht ihr am Ende ein fast doppelt so großes Vermögen zur Verfügung wie Hannes, der zehn Jahre später anfing vorzusorgen. Wer willst Du sein?
  

 

Emil

Olivia

Hannes

Lilli

Monatliche Sparrate

50 €

50 €

50 €

50 €

Spardauer in Jahren

10

20

30

40

Summe Einzahlungen

6.000 €

12.000 €

18.000 €

24.000 €

Zinssatz p.a.

5%

5%

5%

5%

Zinsen und Zinseszinsen insgesamt

1.751 €

8.377 €

22.943 €

50.443 €

Vermögen nach der Sparphase

7.751 €

20.377 €

40.943 €

74.443 €

 

Welche Beiträge zur Altersvorsorge sind steuerlich absetzbar?

Wer sich um seine Altersvorsorge kümmert, wird vom Staat belohnt – und zwar in Form von Steuererleichterungen. Dabei ist es unerheblich, ob Du eine private Rentenversicherung abschließt, eine Rürup-/ Basisrente oder eine Riester-Rente – bei jedem dieser drei Vorsorgeprodukte kannst Du von steuerlichen Vorteilen profitieren, salopp gesagt also „bei den Steuern sparen“.

Aktuell (2018) kannst Du zum Beispiel bei der Rürup-Rente bis zu 23.712 Euro an Altersvorsorge-Ausgaben von der Steuer absetzen – wenn Du verheiratet bist, sogar das Doppelte. Wichtig dabei: Derzeit werden Dir nur 86 Prozent Deiner Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich angerechnet. Dieser Prozentsatz steigt allerdings bis 2025 auf 100 Prozent an.

Betriebliche Altersvorsorge: Wie viel zahlt der Arbeitgeber?

In erster Linie bestimmst Du die Beitragshöhe. Doch dank eines neuen Gesetzes muss sich Dein Chef zukünftig an Deiner betrieblichen Altersvorsorge finanziell beteiligen, wenn er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Dann bekommst Du 15 Prozent von ihm obendrauf. Einfach so! Das gilt für neue Verträge ab 2019. Falls Du schon eine betriebliche Altersvorsorge hast, kannst Du mit diesem „Altersvorsorge-Geschenk“ ab 2022 rechnen.

Riester: Welche Beiträge muss ich zahlen?

Willst Du die maximale Riester-Zulage in Höhe von derzeit 175 Euro jedes Jahr bekommen, musst Du förderberechtigt sein und mindestens vier Prozent Deines rentenversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens investieren. Bei einem Einkommen von 30.000 Euro wären das 1.200 Euro im Jahr abzüglich der Grundzulage von 175 Euro. Der Eigenbeitrag beläuft sich in diesem Fall also auf 1.025 Euro jährlich bzw. 85,42 Euro monatlich. Hast Du bereits Kinder, kann Dein Eigenbeitrag durch die zusätzliche Kinderzulage noch weiter sinken.
  

 

Sven (keine Kinder)

Anna (2 Kinder, 2008 oder später geboren)

Vorjahresbruttoeinkommen

30.000 €

40.000 €

Sparanteil 4% p.a.

1.200 €

1.600 €

Abzgl. Grundzulage

-175 €

-175 €

Abzüglich Kinderzulage

---

-600 €

Monatlicher Eigenbeitrag für maximale Zulage

85,42 €

68,75 €

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FAQ

Gibt es eine Höchstgrenze für Beiträge in der Altersvorsorge?

Du kannst so viel privat vorsorgen wie Du möchtest und wie es Dein Budget und das Vorsorgeprodukt Deiner Wahl erlauben. Eine gesetzliche Begrenzung gibt es nur bei der steuerlichen Anrechenbarkeit. Dieses Jahr (2018) kannst Du zum Beispiel bei einer Rürup-Rente maximal 23.712 Euro an Altersvorsorge-Aufwendungen von der Steuer absetzen. Solltest Du verheiratet sein, verdoppelt sich dieser Betrag.

Scheidung: Was passiert mit der Altersvorsorge?

Kommt es zu einer Scheidung, dann werden alle Versorgungsansprüche geteilt, die die beiden Partner in der Zeit ihrer Ehe erworben haben (Versorgungsausgleich). Das gilt für Ansprüche aus der gesetzlichen Rente, der Betriebsrente, Beamtenversorgung oder aus privaten Rentenversicherungen.

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