Altersvorsorge für Selbstständige – Freiheit trifft Verantwortung 

 

 

 

Du bist Dein eigener Chef, der seine eigene Idee umsetzt und damit Geld verdient?! Du bist frei, nur für Dich selbst verantwortlich und hast Dein berufliches Geschick in Deinen eigenen Händen? Es gibt viele gute Gründe, den Weg in die Selbstständigkeit zu wählen. Ist die Existenzgründung erfolgreich geglückt, haben Unternehmer fortan meist nur drei Dinge im Kopf: die eigene Firma, die eigene Firma und schließlich – Du ahnst es – die eigene Firma.

 

Doch so schön, die Vorteile von Selbstbestimmung und Freiheit eines Unternehmers sind, so groß ist auch die Verantwortung, die eigene Altersvorsorge frühzeitig zu planen. Denn anders als bei Arbeitnehmern bestehen keine Ansprüche auf gesetzliche Rente. Die private Altersvorsorge gehört daher fest in jeden Businessplan. 

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Die private Altersvorsorge ist für Selbstständige wichtiger denn je.

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PRO 

„Vom Staat habe ich nichts zu erwarten. Daher steht für mich die Regelung meiner privaten Altersvorsorge an erster Stelle.“

CONTRA 

„Als Selbstständiger steht das Unternehmen an erster Stelle. Außerdem erlaubt mir die hohe Steuerlast kaum zusätzliche Vorsorge.“
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Private Altersvorsorge: Warum sind Selbstständige besonders in der Pflicht?

Selbstständige sind in der Regel von der Beitragspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Daher solltest Du als Unternehmer und Existenzgründer der privaten Altersvorsorge besondere Aufmerksamkeit schenken. Denn Du hast auch keinen Anspruch auf gesetzliche Leistungen in der Rentenphase. Du kannst zwar freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und Dir so Ansprüche aus der ersten Säule der Altersvorsorge sichern. Da hier das zukünftige Niveau jedoch ungewiss ist, empfiehlt sich eine private Lösung. Schließlich willst Du ja Deine eigene Altersvorsorge aufbauen, oder?

 

Ratsam ist eine private Rentenversicherung, die so gestaltet ist. dass sie Dir ab Rentenbeginn eine lebenslange Rentenzahlung garantiert. Da Unternehmer auch immer mit Einkommensschwankungen rechnen müssen, solltest Du auf die Möglichkeit einer flexiblen Beitragszahlung Deiner privaten Rentenversicherung achten. Sie erlaubt Dir Pausen oder Sonderzahlungen, je nachdem, wie es Dir passt.Aufgrund der besonderen steuerlichen Behandlung kann für Unternehmer auch eine Basis-Rente (Rürup) empfehlswert sein.  Nur unter bestimmten Voraussetzungen können Selbstständige dagegen auch die Vorteile einer Riester-Rente zur Ergänzung Ihrer Absicherung nutzen

Wie funktioniert die Basis-Rente?

Die Basis- oder Rürup-Rente fördert Dich mit Steuererleichterungen. Sparbeiträge, die Du in eine Basis-Rente investierst, kannst Du als Steuerabzug geltend machen. Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt damit und Du zahlst in der Folge weniger an den Fiskus. Wenn Du im Rentenalter bist, wird Dir Deine Basis-Rente bis an Dein Lebensende ausgezahlt – vollkommen egal, wie alt Du wirst. Das verschafft schon einmal Planungssicherheit

Kann ich Beiträge zur Basis-Rente steuerlich absetzen?

Ja. Dem Staat liegt viel daran, dass Du Dich um Deine Altersvorsorge kümmerst und er lässt die Belohnung prompt folgen. Neben Beiträgen zur privaten Rentenversicherung oder Riester-Rente werden vor allem Zahlungen in eine Basis-Rente steuerlich begünstigt.  

 

Die Basis-Rente bietet Dir als Unternehmer einen besonderen steuerlichen Anreiz. Hier kannst Du momentan bis zu 23.712 Euro (Verheiratete: 47.424 Euro) jährlich bei der Steuer als Vorsorgebeiträge angeben. Für 2018 werden davon 86 Prozent angerechnet. Dieser Prozentsatz steigt bis 2025 auf volle 100 Prozent.  

Riester für Selbstständige – geht das?

Selbstständige sind mittelbar förderberechtigt. Das heißt, Du erhältst als Selbstständiger die Riesterförderung nur dann, wenn Dein Ehepartner unmittelbar förderberechtigt ist. Beispielsweise, wenn er in einem „normalen“ Angestelltenverhältnis arbeitet. Ist dies der Fall, könntest Du den Riester-Baustein in Deine Altersvorsorge als Selbstständiger zur zusätzlichen Stärkung Deiner Absicherung einbauen.

 

 Jährliche Zulagen der Riester-Rente (Stand 2018)

 Grundzulage je Riestersparer

 175 Euro

 Kinderzulage je Kind

 300 Euro für ab 2008 Geborene
 185 Euro für vor 2008 Geborene

 

Um die Zulagen in voller Höhe und mögliche Steuervorteile zu bekommen, muss Dein Ehepartner 4% des Vorjahres-Bruttoeinkommens in seine Riester-Rente einzahlen und auch Du mindestens 60 Euro im Jahr in Deinen Riester-Vertrag. Die Höchstgrenze für die geförderten Einzahlungen Deines Ehepartners liegt übrigens bei 2.100 Euro im Jahr, abzüglich der gewährten Zulagen. 

 

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FAQ

Sind Selbstständige zur Altersvorsorge verpflichtet?

Stand heute, also 2018, noch nicht. Seit Jahren diskutiert die Politik jedoch eine Vorsorge-Pflicht für Selbstständige. Denn gerade (Solo)-Selbstständige vernachlässigen die für sie dringend notwendige private Altersvorsorge. Das Schreckgespenst „Altersarmut“ droht und ist bei Unternehmern realistischer als ihnen selbst – und dem Staat – lieb ist. Selbstständige könnten also bald tatsächlich zur Altersvorsorge verpflichtet werden. Doch solange solltest Du nicht warten: Du bist selbstständig, behandle Deine Altersvorsorge als Teil Deines Unternehmens und regele sie selbst!

Können Selbstständige eine betriebliche Altersvorsorge betreiben?

Die betriebliche Altersvorsorge ist in erster Linie für Arbeitnehmer gedacht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass auch Selbstständige und Freiberufler diese Variante zur Altersvorsorge nutzen oder zumindest einen früheren Vertrag fortführen. Allerdings sind dabei viele Aspekte zu beachten, auch damit Einzahlung in die betriebliche Altersversorgung nicht als Kriterium für eine Scheinselbstständigkeit gewertet wird. Deswegen solltest Du diese Möglichkeit erst nach einer eingehenden professionellen Beratung weiter verfolgen. 

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