Mütterrente? Wir erklären die Rente für Eltern

 

 

Kinder erziehen ist härter als so mancher Bürojob. Da ist es nur fair, dass die Zeit, in der man nicht an seinem Schreibtisch sitzt, sondern Windeln wechselt, auch für die Rente angerechnet wird. Wenn du Kinder hast oder mit deinem Partner gerade eine Family planst, erfährst Du hier, was das mit deiner Rente macht und worauf Du achten musst.
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Die Mütterrente ist ein Beweis dafür, dass sich der Staat um die Altersvorsorge kümmert. 

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PRO 

"Auf die Mütterrente ist Verlass: Familien werden nicht mehr benachteiligt und Geringverdiener können richtig profitieren."

CONTRA 

"Auch wenn Väterchen Staat Familien mit Kindern jetzt stärker versorgt – ich sollte nicht vergessen, selbst aktiv zu werden, wenn es um meine Rente geht."
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Warum gibt es die Mütterrente? 

Die Mütterrente soll sicherstellen, dass Eltern, die wegen der Erziehung der Kinder beruflich kürzer getreten sind, eine ordentliche gesetzliche Rente bekommen. Wie Du ja sicher weißt, sammelst Du durch Deine Arbeit sogenannte Rentenpunkte. Aus denen wird dann später Deine gesetzliche Rente errechnet. Durch Erziehungszeiten pausiert Deine Sammelei nach Rentenpunkten zeitweise. Bislang wurden Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, hier benachteiligt. Um diesen Nachteil aufzuheben, wurde die Mütterrente eingeführt.
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Wer hat einen Anspruch auf Mütterrente? 

Die Mütterrente gilt für Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Auch musst Du als Elternteil maßgeblich für die Kindererziehung verantwortlich gewesen sein. Zudem ist mindestens eines der folgenden Kriterien zu erfüllen:

  • Du bist Versicherter bei der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Du bist Mitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk, beispielsweise für Ärzte oder Architekten
  • Du hast mindestens fünf Rentenpunkte gesammelt
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Wann gibt es die Mütterrente mit 3 Rentenpunkten? 

Für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, gibt es keine Mütterrente, sie bekommen automatisch bis zu drei Rentenpunkte. Mit der Mütterrente wurde nun ein fairer Ausgleich zwischen beiden Elterngenerationen gesichert und Erziehungszeiten wirken nicht mehr so nachteilig auf die spätere Rente.
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Wie stelle ich einen Antrag auf Mütterrente?

Du musst keinen Antrag stellen – die Mütterrente landet später automatisch auf Deinem Konto. Was aber ganz wichtig ist: Du musst vorher sicherstellen, dass Deine Kindererziehungszeiten auf Deinem Rentenkonto erfasst sind. Die Zeiten, die Du für die Erziehung Deiner Kinder verwendest, werden hier nicht automatisch erfasst, sondern müssen von Dir bei Deinem Rentenversicherungsträger beantragt werden. Es empfiehlt sich also, Deine gesetzliche Rente mitsamt allen Beitragszeiten etc. immer im Blick zu behalten und prüfen zu lassen.
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Wie hoch ist die Mütterrente? 

Die Mütterrente ist kein konkreter Geldbetrag, sondern ein zusätzlicher Rentenpunkt. Ein Rentenpunkt bedeutet, dass Du ein Jahr lang praktisch durchschnittlich verdient und entsprechend Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast. Grundlage für die Berechnung ist dabei ein Durchschnittsverdienst von rund 39.000 Euro (Stand: Juli 2019, Quelle: Deutsche Rentenversicherung). Solltest Du weniger verdienen, kann sich das für Dich so richtig lohnen. Dieser Wert verändert sich jährlich und ist abhängig davon, ob Du in den alten oder neuen Bundesländern wohnst. Ein kleiner Überblick, was ein Rentenpunkt Dir später Monat für Monat bringt:

Jahr

Rentenwert (West)

Rentenwert (Ost)

2017

31,03 Euro

29,69 Euro

2018

31,99 Euro

30,65 Euro

2019

32,94 Euro

31,79 Euro

2020

33,85 Euro

32,90 Euro


Im Jahr 2019 hätten Dir die 1,5 Extra-Rentenpunkte durch die Mütterrente II in Westdeutschland 49,41 Euro zusätzlich zu Deiner Rente gebracht.

Rentenpunkte für vor 1992 geborene Kinder ohne Mütterrente

Rentenpunkte für vor 1992 geborene Kinder mit Mütterrente II

1

2 ½


 

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Gibt es die Mütterrente auch für Väter?

Ja. Auch Väter haben ein Recht auf die Mütterrente. Voraussetzung hierfür ist, dass sie maßgeblich für die Erziehung ihrer Kinder bis zu deren 3. Lebensjahr verantwortlich waren. Wichtig für Dich als Vater: Da in Deutschland noch immer überwiegend Frauen die Kindererziehungszeiten beantragen, wird die Mütterrente grundsätzlich erst einmal der Mutter zugeordnet. Soll hingegen der Vater von der Mütterrente profitieren, müssen beide Elternteile gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung eine entsprechende Erklärung abgeben. Sie gilt allerdings nur rückwirkend für zwei Monate – Du solltest dies also schnell mit Deiner Rentenversicherung klären. Wenn Du und Dein Partner Euch über die Anrechnung der Kindererziehungszeiten nicht entscheiden könnt oder wollt, ist es auch möglich, die Erziehungszeit unter Euch beiden aufzuteilen.
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Gibt es die Mütterrente auch bei Adoptivkindern? 

Die Mütterrente gibt es auch für Adoptivkinder, Stiefkinder und Pflegekinder. Wichtig ist, dass die Rentenleistung an das Alter der Kinder gebunden ist. Rentenpunkte für Kindererziehungszeiten gibt es nur, wenn das Kind jünger als drei Jahre (bzw. bei vor 1992 geborenen Kinder jünger als 2 ½ Jahre) war, wenn es zur Familie kommt. Wer also ein vierjähriges Kind adoptiert hat, geht bei der Mütterrente leer aus.
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Ist die Mütterrente auch als Einmalzahlung möglich? 

Eine Einmalzahlung kommt nur für Menschen in Betracht, die jetzt schon in Rente sind. Sie bekommen die Mütterrente praktisch nachträglich angerechnet und ausgezahlt. Menschen, die derzeit noch nicht in Rente sind, haben – anders beispielsweise als bei einer privaten Rentenversicherung – nicht die Möglichkeit, sich ihre Mütterrente als Einmalbeitrag auszahlen zu lassen.
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Gibt es die Mütterrente auch für Beamte? 

Nein. Es wird zwar von Interessenvertretern gefordert, die Mütterrente auch auf Staatsdiener auszuweiten. Momentan profitieren Beamte aber noch nicht von der Mütterrente.
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Was sind die Unterschiede zwischen Mütterrente I und II?

Sowohl die Mütterrente I als auch die Mütterrente II drehen sich um die verbesserten Anerkennungszeiten von Kindern, die vor 1992 geboren wurden. Damit der Staat das besser finanzieren kann, wurde die angerechnete Erziehungszeit erst auf zwei Jahre erhöht (Mütterrente I) und später dann auf 2 ½ Jahre (Mütterrente II).
 

Angerechnete Kindererziehungszeit vor Einführung der Mütterrente

Angerechnete Kindererziehungszeit mit Mütterrente I

Angerechnete Kindererziehungszeit mit Mütterrente II

1 Jahre

2 Jahre

2 ½ Jahre

 

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