Minijob: Gesetzliche Rente & Altersvorsorge

 

Es gibt viele Gründe für Dich, einen Mini-Job zu haben. Vielleicht studierst Du noch und willst Dir nebenbei etwas dazuverdienen. Vielleicht willst Du beruflich auch kürzertreten – der Familie zuliebe. Oder Du hast ganz andere Pläne, die Dir für einen 40-Stunden-Job keine Zeit lassen. Egal, wie Deine Gründe lauten – die Themen Rente und Altersvorsorge musst Du deshalb nicht vernachlässigen. Da passt es gut, dass es auch für Dich als Mini-Jobber zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich ein üppiges Finanzpolster für den Ruhestand zuzulegen.
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Auch Geringverdiener sollten in ihre private Altersvorsorge investieren.

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PRO 

"Allein von meiner Minijob-Rente kann ich später nicht leben. Ich nutze interessante Altersvorsorge-Möglichkeiten für Minijobber."

CONTRA 

„Von dem bisschen Geld, was mein Minijob abwirft, kann ich nicht auch noch vorsorgen.“
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Was ist ein Minijob? 

Von Minijobs spricht man, wenn Du einer geringfügigen Beschäftigung nachgehst. Dabei wird unterschieden, ob Du einen Minijob mit geringem Verdienst (450 Euro im Monat) oder einen mit geringer Laufzeit (nicht mehr als drei Monate im Jahr) hast. Verdienst du zwischen 450 und 1300 Euro, spricht man von einem Midijob.

 

450-Euro-Minijobs

Kurzfristige Minijobs

Du arbeitest meist regelmäßig

Du arbeitest unregelmäßig

Auf die Arbeitszeit kommt es nicht an

Du kommst im Jahr auf höchstens 70 Arbeitstage bzw. arbeitest maximal 3 Monate im Jahr

Dein Verdienst beträgt höchstens 450 Euro/Monat

Auf Deinen Verdienst kommt es nicht an

 

Muss ich als Minijobber in die gesetzliche Rente einzahlen? 

Seit 2013 besteht eine Rentenversicherungspflicht für Minijobs. Das heißt im Klartext: Dein Arbeitgeber muss für Dich 15 Prozent Deines Einkommens als Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Du musst zurzeit lediglich zurzeit 3,6 Prozent Deines Einkommens einzahlen – man spricht hier vom Eigenanteil. In einem Beispiel sieht das dann folgendermaßen aus:

 

Dein monatlicher Verdienst:

450,00 Euro

An die gesetzliche Rentenversicherung wird gezahlt (18,6 % von 450 Euro):

83,70 Euro

Dein Arbeitgeber zahlt hiervon (15 % von 450 Euro):

67,50 Euro

Dein Eigenanteil (3,6% von 450€):

16,20 Euro

 

Kann ich mich als Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen? 

Wenn Du Deine geringfügige Beschäftigung bereits vor dem 1. Januar 2013 angetreten hast und maximal 400 Euro im Monat verdienst, bist Du automatisch von der Zahlung von Beiträgen an die gesetzliche Rentenversicherung befreit.
Anders bei Minijobs, die nach dem 1. Januar 2013 angetreten wurden. Hier kannst Du Dich zwar auch von der Zahlung des Eigenanteils befreien lassen, dann zahlt nur Dein Arbeitgeber die besagten 15 Prozent. Die Befreiung beantragst Du einfach bei Deinem Arbeitgeber. Der meldet Deinen Antrag dann an die Minijob-Zentrale. Allerdings solltest Du Dir die Befreiung gut überlegen.
Wenn Du einen Eigenanteil zahlst, erfüllst Du die Voraussetzungen dafür, eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen oder bei der Riester-Rente vom Staat gefördert zu werden.  

Warum lohnt sich für Minijobber eine private Altersvorsorge? 

Private Altersvorsorge lohnt sich auch für Dich als Minijobber – schließlich können insbesondere Geringverdiener mit einem kleinen Eigenbeitrag stark von staatlicher Förderung profitieren.

Kann ich auch als Minijobber eine Betriebsrente abschließen?

Ja, wenn Du vom Gehalt aus deiner geringfügigen Beschäftigung in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst, hast Du auch Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung mittels Entgeltumwandlung. Das bedeutet, dass ein Teil Deines Gehalts in eine Betriebsrente umgewandelt wird. Und das kann in diesem Fall eine ziemlich gute Idee sein. Warum erfährst du in unserem Beitrag zur Entgeltumwandlung. Sprich am besten zuerst mit Deinem Arbeitgeber über die Möglichkeiten im Betrieb.
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FAQ zu Minijobs und Altersvorsorge

Minijob oder Midijob – Was sind die Unterschiede? 

Zwischen Mini- und Midijobs gibt es einige Unterschiede, die Du kennen solltest.
 

Minijob

Midijob

Einkommen: Bis 450 Euro im Monat

Einkommen: Zwischen 450,01 und 1.300 Euro

Auf Einkommen sind keine Sozialbeiträge zu zahlen

Sozialbeiträge werden nicht pauschal gezahlt, sondern werden individuell berechnet

Befreiung von Rentenversicherungspflicht ist möglich

Keine Befreiung von Rentenversicherungspflicht möglich

Riester-Rente und betriebliche Altersversorgung sind möglich

Riester-Rente und betriebliche Altersversorgung sind möglich

 

Was passiert, wenn ich mehrere Minijobs habe?

Solange Du keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung hast, kannst Du so viele Nebenjobs ausüben, wie Du möchtest. Wichtig dabei ist nur, dass Dein Gesamteinkommen die Summe von 450 Euro pro Monat nicht überschreitet. Falls dies doch geschieht, gelten alle Deine Jobs nicht mehr als Mini-Jobs und sind somit sozialversicherungspflichtig. Ein Beispiel: Du hast eine geringfügige Beschäftigung, in der Du 300 Euro verdienst. Kurze Zeit später nimmst Du einen weiteren Minijob an, in dem Dein Gesamteinkommen steigt auf 500 Euro und damit über die 450-Euro-Grenze. Nun musst Du für beide Jobs Beiträge für Deine Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zahlen.
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